Gehhilfen sind nicht gleich Gehhilfen

Ab einem gewissen Alter fällt es nicht mehr so einfach, sich fortzubewegen, schmerzen die Gelenke, hat man einen unsicheren Stand oder bedarf aus anderweitigen Gründen der Unterstützung beim Laufen. Hierfür gibt es verschiedene Gehhilfen, neben Spazierstöcken und Unterarmstützen, die typischen Stützen mit einem Handgriff und einem zusätzlichen Halt am Oberarm, die man oft bei Beinverletzungen zur Schonung des verletzen oder gebrochenes Fußes nutzt, gibt es noch eine Vielzahl anderer Gehhilfen.

Zunächst einmal unterscheidet man die verschiedenen Gehhilfen hinsichtlich ihrer Nutzer. So gibt es Gehhilfen für Personen mit Gehbehinderung. Die darunter fallenden Hilfsmittel werden im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) genannt. Darin sind unter anderem Gehgestelle, die starr oder mit Rollen beweglich sind und verschiedene Gehwagen, die man auch gemeinhin als Rollator bezeichnet, aufgelistet. Diese eben genannten Gehhilfen nutzt man vornehmlich im Innenraum. Für die Straße werden Hand- und Gehstöcke oder Unterarmstützen verwendet. Auch Achselstützen oder fahrbare Gehhilfen mit drei oder vier Rädern werden für eine bessere Mobilität in der öffentlichkeit genutzt.

Die bereits genannten Gehhilfen sowie weitere Untergruppen werden auch von älteren Personen genutzt, die durch Erkrankungen und eine eingeschränkte Mobilität in ihren Bewegungen eingeschränkt sind, dennoch aber nicht auf ihre Unabhängigkeit verzichten möchten und mit den sie unterstützenden Gehhilfen sich noch unabhängig und frei in der öffentlichkeit bewegen können. Hierfür wird die Hilfsmittel-Klassifikationsnorm EN ISO 9999 genutzt, die die Gehhilfen und ihre Untergruppen in der Produktgruppe 12 als „Hilfsmittel für die persönliche Mobilität“ klassifiziert.

Weitere typische Gehhilfen sind Mehrfußgehhilfen mit dreipunkt- der Fünfpunktgehstützen, die eine festen Stand ermöglichen und ähnlich wie ein Gehstock geformt sind, Gehgestelle und die ebenfalls bereits genannten Gehwagen. Gehhilfen werden seit alters her genutzt und wurden früher aus einfachen Stöcken gefertigt, die Heiler und Naturheilkundige herstellten für ihre Patienten.