Rollator

Die Rollator Gehhilfe ist eines der bekanntesten Hilfsmittel in Deutschland. Erfunden wurde der Rollator Anfang der 1980er Jahre in Schweden, bevor er rund zehn Jahre später auch in Deutschland seine Verbreitung fand.

Der große Vorteil dieses Hilfsmittels ist, dass es nicht nur für Menschen mit einer richtigen Gehbehinderung geeignet ist, sondern auch als Gehhilfe für Menschen dienen kann, die aufgrund ihres Alters oder eines Unfalls körperlich relativ schwach sind.

Ein Rollator

Mittlerweile ist der Rollator als Gehhilfe auch ziemlich gut an das alltägliche Leben angepasst. So gibt es zahlreiches Zubehör für Rollatoren, wie beispielsweise Transportkörbe oder Regenschirme.

Erhältlich sind Rollatoren nicht nur in Apotheken oder auf Rezept eines Arztes. Auch immer mehr Discounter versuchen diese Gehhilfen an ihre älteren Kunden zu vertreiben.

So wurden allein in Deutschland im Jahr 2007 insgesamt mehr als 500.000 Rollatoren verkauft. Unabhängig von der Tatsache, wo der Rollator letzten Endes gekauft wird sollten Sie beim Kauf eines Rollators auf jeden Fall darauf achten, dass dieser mit feststellbaren Bremsen ausgestattet ist, um der Gefahr von Unfällen mit dem Rollator vorzubeugen.

Gibt es verschiedene Arten von Rollatoren?
Natürlich variieren die Modelle von Hersteller zu Hersteller. Im Großen und Ganzen gibt es zwei verschiedene Arten:

Bei den Rollatoren, die man häufig auf den Straßen sieht, handelt es sich meist um Metallrahmenrollatoren, an denen vier Räder sowie zwei Handgriffe im oberen Teil befestigt sind. Für Menschen, die die Gehhilfe vor allem in Innenräumen einsetzen möchten, bietet es sich hingegen an, auf ein Holzmodell zurückzugreifen. Diese sind in unterschiedlichen Holzfarbtönen erhältlich und zeichnen sich vor allem durch die geringe Breite aus, wodurch eine gute Fortbewegung auch durch schmale Türen und verwinkelte Wohnungen gewährleistet ist.

Wo liegt der Vorteil von Rollatoren im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln?
Der Vorteil von Rollatoren als Gehhilfe besteht im Vergleich zu Gehstöcken oder Unterarmgehstützen vor allem darin, dass das Hilfsgerät – einmal abgesehen von Treppen – zu keiner Zeit den Kontakt zum Boden verliert und damit die Gefahr minimiert, dass die Benutzer mit der Gehhilfe stürzen. Zudem bieten Rollatoren durch Zubehör wie Einkaufskörbe und Getränkehalter eine bequeme Art des Transports von Einkäufen, etc.

Fortbewegung mit dem Rollator

Wer glaubt, dass man mit einem Rollator Probleme hat sich beispielsweise durch die Stadt zu bewegen, der irrt. In den Niederlanden wird seit 2008 das erste Navigationsgerät für Rollatoren entwickelt. Damit wird es möglich, sich auch in fremden Städten zurecht zu finden. Man hat auch mit Gehproblemen/-behinderungen neue Gebiete zu entdecken.