Treppenlift Ratgeber

Treppenliftratgeber schafft Übersicht

Für viele Menschen in Deutschland sind Treppenlifte enorm wichtig. Durch Unfälle oder Gebrechlichkeit im Alter bedingt ist es für diese Menschen schwer bis nahezu unmöglich, Treppen hinauf oder hinab zu gehen. An dieser Stelle hilft ein Treppenlift. Durch eine optimale Ausarbeitung und hohes technische Know-how lassen sich Treppenlifte an jeder Treppe montieren und garantieren somit ein sicheres Erreichen der nächsten Etage. Heutzutage ist es leicht möglich, für sämtliche Treppenformen den optimalen Treppenlift zu finden. Die modernen Treppenlifte integrieren sich besonders harmonisch in jede Umgebung – so bleiben Ambiente und Atmosphäre auch eines alten Hauses intakt.

Individuelle Treppenlifte – perfekt anpassbar

Jeder Treppenlift besteht aus einem Sitz- oder Stehelement, einem Antrieb und einer Schiene. Die Schiene befestigt der Fachmann an der Wand oder am Treppengeländer, je nach Bauart der Treppe und Platz auf beiden zu erreichenden Etagen. Gerade Treppen sind in den meisten Fällen mit einem Zahnstangenantrieb versehen. Das Sitzelement fährt mittels des Antriebes, welcher sich unter dem Sitz befindet, an einer Schiene entlang. Für kurvig gebaute Treppen kommen gebogene Tragrohre zum Einsatz. Des Weiteren kann der Kurventreppenlift Steigungen von 90 bis 180 Grad bewältigen.

Da jeder Lift eine Maßanfertigung ist, ist er speziell auf die Gegebenheiten des Hauses sowie auf die persönlichen Bedürfnisse einstellbar. Falls geringe Platzverhältnisse herrschen, ist das Sitzelement bei Nichtbenutzung abklappbar. Dieses kann manuell oder automatisch geschehen. Neben den Sitzliften sind auch andere Lift-Typen im Handel erhältlich. Für Rollstuhlfahrer gibt es spezielle Plattformlifte. Diese besitzen eine ebene Tragfläche, auf der eine Person im Rollstuhl zu transportieren ist. Durch Klappschranken und Abrollkanten ist die Person perfekt gesichert. Der Vorteil liegt vor allem darin, dass der Rollstuhl die Treppe mit überwinden kann und der Rollstuhlfahrer nicht umsteigen muss.

Ein Rollstuhl-Hängelift ist für Rollstuhlfahrer ebenfalls praktisch. Statt einer Plattform lassen sich die Rollstühle aufhängen und so über die Treppe hinweg transportieren. Die Vorrichtung ist somit nicht seitlich angebracht, sondern an der Decke direkt über der Treppe. Diese Variante ist gerade für Mehrfamilienhäuser geeignet, da die baurechtlichen Bestimmungen seitlich angebrachte Hängelifte in den meisten Fällen nicht erlauben. Für sehr enge Treppen ist ein Stehlift zu empfehlen. Dieser besitzt eine Plattform zum Stehen mit Haltegriffen. Auf einem solchen Lift ist es von behördlicher Seite nur erlaubt, Menschen zu transportieren. Für Rollstuhlfahrer muss zur weiteren Fortbewegung auf der Zieletage ein zweiter Rollstuhl stehen.

Finanzierungsmöglichkeiten
Da die Preise für Treppenlifte sehr breit gefächert sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung. Die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland sind nicht dazu verpflichtet, einen Treppenlift zu bezuschussen. Allerdings zählen Lifte zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen und Pflegeversicherungen können diese mit bis zu 2500 Euro bezuschussen. Im Normalfall ist ein Eigenanteil von 10 Prozent zu leisten, aber es gibt auch Ausnahmeregelungen. Zuvor muss der Bedürftige allerdings die Beantragung einer Pflegestufe für den Treppenlift durchgeführt haben.

Weitere Informationen bietet Ihnen ein Treppenlift Ratgeber. Falls der Treppenlift infolge einer Berufskrankheit, eine Unfalls am Arbeitsplatz oder eines fremdverschuldeten Unfalls von Nöten ist, übernimmt die Berufsgenossenschaft oder die Haftpflichtversicherung die Kosten. Je nach Art und Weise der körperlichen Beeinträchtigungen sowie nach nachweislich gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen können die Agentur für Arbeit sowie die Rentenversicherungen Bezuschussungen für eine Anschaffung freigeben.

Weitere Institutionen, die Bezuschussungen leisten sind Berufsgenossenschaften, regionale Förderprogramme sowie das örtlich zuständige Sozialamt.